Mit Zooey Deschanel ist es ein bisschen wie mit Ryan Gosling. Beide machen schon seit Ewigkeiten Dinge, aber jetzt auf einmal tauchen sie überall auf, drehen hundert Filme und Shows, alle reden von ihnen und reißen sich um sie.

Beide haben auch gemeinsam, dass das jeweils gleiche Geschlecht kein Problem mit der Bewunderung des anderen Geschlechts für sie hat. Drive sei Dank ist Herr Gosling zum coolen Typen aufgestiegen, mit dem man gern mal ein Bierchen trinken würde. Und Zooey Deschanel erfreut sich weiblicher Beliebtheit, vor allem wegen ihrer quirkigen Art. Sie ist das hübsche, nette, aber merkwürdige Nerdmädchen. Adorkable eben.

Ich mag Zooey Deschanel. Zwar bin ich erst in (500) Days Of Summer auf sie aufmerksam geworden und fand sie damals nur süß, wie ein Mädchen ein anderes eben süß finden kann. Aber spätestens seit New Girl bin ich ein kleiner Fan. Das liegt zum einen an ihrer Art, von der ich irgendwie glaube, dass sie derer des Hauptcharakters Jess sehr ähnlich ist.

Aber auch Zooeys gesamter optischer Stil, von ihren Haaren, über Accessoires bis zu ihren Klamotten, gefällt mir sehr. Ein bisschen vintagig, mit verspielten Mustern, Schleifchen, Pünktchenblusen oder Sixties-Kleidern. Niedlich, aber trotzdem ladylike. Ich lasse mich gern etwas davon inspirieren, obwohl es eigentlich nur an ihr richtig gut aussieht und jedes Nachmachen (äh, öh, Katy, äh, Perry, äh) irgendwie billig wirkt.

Und singen kann die Dame auch. Neben den kleinen Gesangseinlagen in der Serie, macht sie schon lange gute Indie-Folkmusik mit She & Him.

Hier noch ein kleiner Ausschnitt aus der von Zooey Deschanel gehosteten Folge von Saturday Night Live. Sie spielt natürlich die Mary-Kate Ohlsen und nicht sich selbst und das Ganze ist typischer SNL Humor.

aus Saturday Night Live, NBC
27. Februar 2012
6 Kommentare
Musik, TV & Film


Es ist offensichtlich, dass Berlin einen Apple Store braucht. Die Hipster müssen mit MacBooks versorgt werden. Die Start-Up Szene an der Silicon Allee (pahaha) will nicht mehr auf die online bestellten iMacs warten. Die Touristen haben sich an den Media Märkten in den XY-Arcaden satt gekauft. Und Herrgott, es ist die Hauptstadt.

Bereits vor einem Jahr gab es Gerüchte um einen Apple Store am Kurfüstendamm. Damals schrieb der Immobilienverwalter ahq immobilien auf seiner Website, dass sie ihr Prachtgebäude an ein internationales Hightech-Unternehmen vermietet haben. Es handelt sich um das Haus Wien, einer ehemaligen Filmbühne. Mit der Eröffnung 1912 galt es als das erste reine Lichtspielhaus in Berlin. Es ist im Stil des Wilhelminischen Klassizismus gebaut, hat eine tempelähnliche Fassade mit vier ionischen Säulen und einem Dreiecksgiebel. Bis zum Jahr 2000 galt das Haus als erste Adresse für Filmpremieren und künstlerisch anspruchsvolle Stücke.


Nun zieht Apple dort ein. Ich bin mir sicher, dass sie das Haus sensationell aussehen lassen werden. Der pompöse hohe Eingangsbereich über drei oder vier Etagen, die eleganten Treppen und dazu das schlichte Apple-Design. Ich wette, dass sie sich für Berlin etwas ganz spezielles ausgedacht haben. Eine verdammt gute Lage haben sie ja schon mal. Es gibt kaum eine rühmlichere Straße als den Kudamm. Im Hipster-Osten oder in Alexanderplatz-Mitte wäre er nicht so schön zur Geltung gekommen.


Natürlich ist alles appletypisch noch nicht offiziell bekannt gegeben, aber das ist es ja nie. Auf der Berlin.de Seite zum Haus Wien wird das Unternehmen jedenfalls schon explizit genannt. Das sicherste Zeichen sind aber die Stellenausschreibungen auf Apples eigener Website. Dort werden allerhand Store Leader und Manager für Berlin gesucht.


Es besteht also kein Zweifel mehr daran, dass es einen offiziellen Store in Berlin geben wird. Aber wann wird er eröffnet? Schon seit einem Jahr werkeln sie in dem Haus herum, seit Dezember ist die Außenfassade verhüllt und wird bearbeitet. Wie lange dauert es die Mitarbeiter zu interviewen und zu schulen? Ich hoffe, dass sie es bis zum iPad 3 Verkaufsstart im März hinkriegen. iPad 3? Ist doch offiziell noch gar nicht klar. Oh wait…

»Das ist die Entscheidung ihres Lebens.«
»Die größte Herausforderung, der sie sich je stellen mussten.«
»In der spannendsten Show, die es je gab.«
»Wer schafft den Sprung in die nächste Show?«
»Das TV Event des Jahres.«
»Noch nie mussten die Kandidaten so zittern.«
»Jetzt müssen sie richtig kämpfen.«
»Im härtesten Recall aller Zeiten.«
»Es geht jetzt um alles oder nichts.«
»Nur wer an seine Grenzen geht, darf den Traum weiterträumen.«
»Sie müssen über sich hinauswachsen.«
»Die letzte Chance, die sie haben.«
»Sie wollen alles, aber sie können auch alles verlieren.«
»Nur die besten werden weiterkommen.«
»Jetzt müssen sie sich richtig ins Zeug legen.«

Bitte sehr. Das ist das gesamte Repertoire der Vorschautrailer. Seit zehn Jahren.

21. Februar 2012
2 Kommentare
TV & Film











Ich vergesse jedes Mal, wenn ich länger weg bin, wie wunderbar Berlin ist. Da kann ich doch tatsächlich neuerdings um 3 Uhr nachts im Kaisers an der Warschauer Straße einkaufen gehen. Non-Stop-Shopping nennen die das. Und wahrscheinlich haben sie sogar Erfolg damit. Eigenen Markforschungsanalysen zufolge, kann ich nur bestätigen, dass im Einzugsgebiet des Kaisers in der Tat zu jeder erdenklichen Uhrzeit Menschen herumirren. Gibt man ihnen bei dieser Schweinekälte auch noch einen warmen und geborgenen Ort, an dem sie Mate und Schokobons kaufen können, so strömen sie in Massen herein und strecken den Kassierern ihr Geld entgegen.

Es gibt in Kreuzberg eine Schwarzlichtminigolfanlage. Da waren ja auch schon Frau Meyer-Landrut und Herr Casper drin. Sehr cooles Ding. Man pinselt sich Leuchtfarbe aufs Gesicht, schmückt sich mit Knicklichtern und schlägt dann im Dunkeln ein paar Bälle in die Löcher. Macht wirklich Spaß, vor allem wenn man die anderen Paare an der Nachbarbahn abzockt. Höhö.

Das Winterbadeschiff kannte ich ja schon vom letzten Jahr. Dieses Mal war die Spree aber fast zugefroren, so dass man vom Beckenrand herausklettern und bei minus einhundert Grad im Bikini bekleidet ein paar Runden Schlittschuhlaufen hätte können. Wenn da nicht die Sache mit den minus einhundert Grad gewesen wäre. Und die Sache mit dem Bikini und den fehlenden Schlittschuhen. Stattdessen gingen wir lieber in die plus einhundert Grad heiße Sauna. Das klingt fair.

Berlin ist außerdem cool, weil es alle möglichen Läden gibt. Außer einem Apple Store, aber das ist ein Thema, über das ich vielleicht ein anderes Mal berichte. Jedenfalls. Wie angekündigt waren wir im Dean & David, einer sehr stylischen Salatbar in Charlottenburg, die auch noch leckere Suppen und Currys anbietet. In Prenzlberg schauten wir zum Glück nicht das Stuttgart vs. Hertha Spiel, sondern genossen Grapefruitsaft und riesige Milchkaffees in der Zuckerfee. Außerdem im Repertoire: Indisch essen in Kreuzberg, Cocktails in Friedrichshain, Currywurst in Mitte. Ich liebe Berlin.

Zu sehr hoher Wahrscheinlichkeit habe ich übrigens einen toten Obdachlosen in der S-Bahn gesehen. Also ernsthaft jetzt. Sehr strange war auch dieser eine Typ, der achtundzwanzig Babyshampooflaschen kaufte und mit einem Hunderteuroschein aus einem Briefumschlag mit noch mehr Hunderteuroscheinen bezahlte. Oder der Typ, der seinen notorischen weißen Mörder-Transportervan parkte und ungelogen sechs Mal um den Wagen lief und alle Türen auf Verschlossenheitsgrad prüfte. Merkwürdiges Berlin.

13. Februar 2012
Ein Kommentar
Cities

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Es sind gerade mal -13°C, die Sonne scheint, es liegt kein Schnee. Beste Voraussetzungen um heute nach Berlin zu fahren. Da war ich seit August nicht mehr, herrje.
Ich habe auch schon ein paar Pläne für die Hauptstadt: Die neuen Läden besuchen (Apple Store in spe, Dean & David, Salädchen, Urban Outfitters), den Super Bowl bei Christoph schauen, den Café-Empfehlungen von Anne nachkommen und einmal Mondscheinschwimmen im Winterbadeschiff, bitte!
Erfriert nicht!

3. Februar 2012
5 Kommentare
Cities
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