25. Mai 2015 Cities, Urlaub, USA, USA 2015 Ein Kommentar

Zwei Stunden nachdem wir Savannah verließen, überquerten wir die Grenze Floridas! Ab jetzt würde es viel, viel wärmer werden. Ich freute mich schon auf das Baden im warmen Golfwasser, auf die traumhaften Strände und Sonne pur.

Leider war es nur so mittelwarm, als wir in St. Augustine ankamen, unserer Unterkunft für die nächste Nacht. St. Augustine Beach ist noch einmal eine eigene Ortschaft, welche halbinselähnlich vor der Nordostküste Floridas liegt. Offenbar noch zu nördlich für unsere Wunschvorstellungen. Man kann in der Altstadt ganz nett herumschlendern, ein leicht südamerikanisches Flair soll einen umgeben und die zahlreichen Restaurants bieten was für jeden Geschmack.

Ich will aber unbedingt das Meer sehen. Der Strand ist menschenleer, rau der Wind, kalt das Wasser. Aber doch so atemberaubend, weil es wie eine Belohnung für die vergangenen eiskalten Tage hier in Amerika wirkt.

Am nächsten Tag geht es schon weiter an die andere Seite Floridas. Die Wärmere! Und tatsächlich, bei zwanzig Grad erreichen wir Sarasota. So unbekannt wie die Stadt für uns sein mag, so bedeutender ist sie doch für die Region um Tampa und St. Petersburg. Und sie ist Ausgangspunkt für die kleinen langgezogenen Inseln, die Keys, vor ihrer Küste.

Wir fahren zuerst nach Siesta Key, wo es angeblich den schönsten Strand der USA gibt! Daneben gibt es noch das sehr, sehr lange Longboat Key mit den riesigen Villen und Golf Clubs, und das wunderbare Anna Maria Island.

Ich war vor einigen Jahren schon ein paar Mal auf AMI und habe mich in die Insel verliebt. Sie hat meiner Meinung nach noch einen viel schöneren, sehr breitem Strand mit schneeweißem Puderzuckersand. Auf der Insel selbst gibt es nette kleine Cafés und Restaurants, die Atmosphäre ist viel relaxter als auf Long Boat oder Siesta Key. Wir essen geschwärzte Mahi Mahi Sandwiches an einem Pier, mit Ausblick auf das immer sonniger werdende Meer. Und ein paar Stunden später sehe ich sogar einen Delfin aus dem Wasser springen. Einen echten Delfin!

Den Rest des Tages verbringen wir am Strand und ich laufe barfuss an der Küste entlang, immer auf der Suche nach Sand Dollars. Das sind hübsche runde, sehr dünne Seeigel-Skelette, die kleine Löcher in Form eines Sternes haben. Es ist sehr schwer einen komplett erhaltenen Sand Dollar zu finden, weil sie doch sehr zerbrechlich sind. Und auch wenn ich früher schon Stunden erfolglos mit der Suche verbracht hatte, gebe ich nicht auf. Und schließlich finde ich doch einen! Ich kann mich vor Freunde gar nicht halten.

Nach zwei Tagen nahmen wir auch schon wieder Abschied von Sarasota und dem großzügigen floridianischen Haus, das wir dank Airbnb bewohnen durften. Der letzte Teil unserer Reise führt uns nun in den Süden Floridas!

(Florida: Tallahassee)

13. Mai 2015 Cities, Urlaub, USA, USA 2015 Ein Kommentar

Wie schön hatte ich mir das ausgemalt: Von Washington aus zum Shenandoah National Park und dort den Skyline Drive entlang fahren, an fünfhundert Scenic Views anhalten, die wunderschöne Landschaft des Parks anschauen, weiter nach Charlottesville in diese alte Monticello-Villa von Thomas Jefferson besuchen und abends voller Erlebnisse todmüde ins Bett fallen.

And then winter happened.

Am Morgen unserer Abfahrt aus Washington rief ich ein paar mal bei der Hotline des Shenandoah National Parks an und eine Bandansage mit merkwürdigem virginianischem Akzent wiederholte sich immer: “Due to the current weather conditions, the Shenandoah National Park Service is closed.
Ich war ziemlich enttäuscht. Der Park hätte zwischen all den Städten, in die wir so reisten, etwas Abwechselung geboten. Und seit der letzten Amerika-Reise an die Westküste liebe ich die amerikanischen National Parks sehr.

Wir beschlossen also direkt nach Charlottesville zu fahren, aber kaum waren wir auf dem Highway, begann es kräftig zu schneien. Sofort gerieten Autos vor uns ins Schleudern, wir konnten nur noch Schrittgeschwindigkeit fahren.
Ich checkte vorsichtshalber die Website des Jefferson Hauses, und – natürlich – war es aufgrund der current weather conditions heute geschlossen. Es ging also direkt nach Richmond ins einzige Hotel der ganzen Reise. Der Tag war gelaufen.

Voller Vorfreude auf den ersten Tag ohne Schnee, standen wir am nächsten Morgen früh auf uns machten uns auf den Weg zu unserer längsten Teilstrecke nach Charleston, South Carolina. Die Fahrt war lang und wenig aufregend, gerade Highways, flache Ebenen. Aber die Landschaft begann sich merklich zu ändern. Aus gemäßigten Wäldern wurden moorige Wiesen, wir sahen die ersten Palmen und tatsächlich zum ersten Mal keinen Schnee. Als wir gegen Abend in Charleston ankamen, war es sogar fast zwanzig Grad warm. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie geil sich diese 20 Grad angefühlt haben.

Wir wohnten für zwei Tage in einem dieser Veranda-Häuser, die ich so faszinierend finde. Ich kann mich gar nicht sattsehen an ihnen und denke immer sofort an amerikanische Südstaaten-Filme oder stelle mir vor, wie ich an jedem Sommertag auf der Veranda sitzen würde, in einem weißen Schaukelstuhl, mit einem Glas Rotwein in der Hand.

Am nächsten Tag liefen wir durch das schöne Charleston, schauten uns zwei ehemalige Herrenhäuser von innen an und fuhren mit den alten Trolleys herum. Die Trolleyfahrerin war so eine Art Stadtführerin, die allerdings schwer verständliches Südstaaten Amerikanisch viel zu laut in das kleine Trolley-Mikrofon sprach. Schließlich spazierten wir noch am Hafen entlang und ich fühlte mich ziemlich wohl in dieser Stadt. Yay Charleston!

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Von Charleston nach Savannah sind es nur etwa zwei Stunden. Wir erreichen unsere Unterkunft daher schon früh, so dass wir den Rest des Tages in der schönen Altstadt von Savannah herumlaufen können. Auch hier gibt es wieder wunderschöne Veranda-Häuser, aber alles ist ein bisschen kleiner und unscheinbarer als in Charleston. Dafür gibt es hier überall diese merkwürdig hübschen Eichen, von denen Moos herabhängt. Das ist besonders spooky bei Nacht, wenn die Straßenlaternen durch das Moos scheinen.

In Savannah gibt es zwischen den Häuserblocks in immer gleichen Abständen 24 kleine quadratische Parks mit Gärten, Monumenten, Bänken und vielen Bäumen. In einem dieser Squares, dem Chippewa Square, wurden die Forrest Gump Szenen gedreht, bei denen Forrest auf der Bank sitzt. Die Bank gibt es zwar leider nicht, aber das tut dem Park keinen Abbruch. Wir laufen noch ein bisschen weiter durch die Stadt bis uns der Regen zu einem frühen Abendessen zwingt. Schließlich beenden wir den Tag mit einem Fußmarsch zu unserer Unterkunft, vorbei an den dunklen gespenstischen Mooseichen.

Und damit lassen wir nun auch Georgia hinter uns und fahren endlich in das hoffentlich viel wärmere Florida!

(Virginia: Richmond, North Carolina: Raleigh, South Carolina: Columbia, Georgia: Atlanta)

3. Mai 2015 Cities, Urlaub, USA, USA 2015 2 Kommentare

Nachdem wir den kältesten Ort unserer Reise hinter uns gelassen hatten, freuten wir uns über jedes kleine Grad, um das das Thermometer anstieg. Als wir nach sechs Stunden Fahrt endlich Philadelphia erreichten, zeigte es nur noch lächerliche minus fünf Grad Celsius an. Yay.

Wir parkten vor dem Haus unserer Unterkunft, in einem wunderschönen Viertel voller ziegelroter Backsteinhäuser. Nach einer kurzen Begrüßung unseres Gastgebers, machten wir uns schnell auf zum Philadelphia Museum of Art, das wir noch vor Sonnenuntergang erreichen wollten. Auf der riesigen Treppe vor dem Museum sieht man Menschen in Sportkleidung die Stufen hinaufspringen und man hat automatisch den Rocky-Soundtrack im Ohr.
Der Blick von oben ist ziemlich hübsch. Man sagt, dass die große Hauptstraße, der Benjamin Franklin Parkway, der Champs-Élysées in Paris nachempfunden ist. Das stimmt ein bisschen.

Am nächsten Morgen laufen wir in die Innenstadt. Es ist kalt, aber die Sonne scheint und macht alles viel angenehmer. Bevor wir uns zum touristischsten aller Orte in Philadelphia begeben, gehen wir noch ins U.S. Mint, eine der größten Münzprägestätten der USA. Hier werden die Pennys, Nickels, Dimes und Quarter der amerikanischen Währung produziert. Das Gebäude ist riesig. Von außen sieht es aus wie ein monströser Koloss ohne Fenster. Am Eingang müssen wir unseren Ausweis vorzeigen, Taschen- und Körperscanner inklusive. Kameras sind strikt verboten. Aber es lohnt sich.
Zuerst läuft man durch ein kleines Museum mit amerikanischer Münzgeschichte, dann aber betritt man die Hallen, in denen tatsächlich Münzen gefertigt werden. Und man lernt nebenbei Spannendes zu Design, der Negativ-Seite einer Münze und Prägefehlern. Ziemlich cool.

Schließlich landen wir auf dem Independence Plaza, wo jedes Gebäude irgendwie Liberty oder Freedom heißt und schreit: “Hier wurde amerikanische Geschichte geschrieben!” Jaja, so wie in Boston und überall an der Nordostküste auch schon. Die Liberty Bell besuchte ich schon einmal vor Jahren, sie hat sich seither kein Stück verändert. Die große Glocke aus schwerem Zinn und Kupfer hat noch immer diesen großen Riss an der Vorderseite. Eine Legende sagt, sie sei kurz nach ihrem Guss heruntergefallen und zerbrochen. Oder so.

Wir laufen noch eine Weile umher und ich stelle fest, dass mir Philadelphia erstaunlich gut gefällt. Irgendwie hatte ich es verregneter und düsterer in Erinnerung und vermutlich gibt es auch Ecken, die nicht so schön sind, aber für einen Eintagesaufenthalt ist die Stadt doch ausgesprochen sehenswert.

(New Jersey: Trenton, Pennsylvania: Harrisburg)

Gegen Nachmittag fahren wir weiter, 2 Stunden gen Süden, in die große Hauptstadt, Washington, District of Columbia. Und schon bei der Ankunft bin ich überwältigt von den vielen schönen Häusern, die so aussehen, als würde im nächsten Moment Frank Underwood herauskommen. Wir haben eine Unterkunft mitten in Bloomingdale, mit Blick auf das Capitol. Genau die Nachbarschaft, die in Sekunde fünf des House of Cards Trailers zu sehen ist.

Am Abend gehen wir noch zum besten Italiener der Stadt, bevor wir am nächsten Morgen gestärkt zu unserem Sightseeing-Marathon aufbrechen. Die National Mall ist eine giganitische Parkanlage mit etlichen historischen und wichtigen Gebäuden, zahlreichen Museen, Monumenten und Memorials. Wir beginnen in der National Gallery of Art mit seiner beeindruckenden Kunstsammlung und den wunderschönen kleinen Wintergärten.

Gegen Mittag wollen wir ins Capitol und dort in der Kantine mit den Congressmen lunchen. Tatsächlich gibt es im Keller des Capitols ein kleines Bistro, angeblich entspricht die Stuhlanzahl derer der Mitglieder des Congress. Und es gibt die berühmte Senatoren-Bohnensuppe. Für eine ausführliche Führung haben wir aber keine Zeit. Wir machen uns auf zum National Air und Space Museum, das ich nur so mittelspannend fand. Weiter zum National Monument, diesem Obelisken, der so heroisch im Zentrum der National Mall steht, umgeben von hunderten im Wind wehenden amerikanischen Fahnen.

Der Lincoln Memorial Reflecting Pool war offensichtlich bei dem Wetter nicht mit Wasser gefüllt, sondern mit einer dicken Schicht Schnee bedeckt. Am Ende erwartet einem das Lincoln Memorial, wo der überdimensionale Herr Lincoln seit jeher auf seinem Thron über der Stadt wacht. Der Blick von dort oben zurück auf die Mall ist tatsächlich so schön symmetrisch.

Auf dem Weg zur letzten Station frieren mir die Finger so dermaßen ein, dass mir fast ein paar Tränen ins Gesicht laufen. Der strahlend blaue Himmel hatte mich unterschätzen lassen, dass es immer noch furchtbar kalt hier ist. Ich nahm ganz unbedacht meine in Handschuhe gepackten Hände aus der Jackentasche, um Fotos zu machen. Innerhalb von zehn Minuten waren dabei meine Finger so taub geworden, dass sie voller Schmerzen brannten. Ich rannte in einen Souvenirshop und wärmte mich auf. Das war grenzwertig.

Noch eine halbe Stunde war die Sonne da, weshalb wir zügig zum White House liefen. Wäre jetzt unendlich schade, das Haus nicht mehr bei Sonnenlicht sehen zu können. Wir erreichten es noch rechtzeitig, machen drei, vier Touri-Bilder und ich beobachte die Schatten der Bäume, die die untergehende Sonne auf den Schnee im Vorgarten legt. Nicht schlecht.

Den letzten Abend in Washington verbringen wir in unserer tollen Unterkunft, schauen House of Cards und Connan o’Brian. Der Tag war mega anstrengend, aber die Stadt ist so wunderschön, dass ich mir durchaus vorstellen kann, hier mal zu wohnen. Und das ist immer ein gutes Prädikat.

(Delaware: Dover, Maryland: Annapolis)

19. April 2015 Cities, Urlaub, USA, USA 2015 2 Kommentare

Nach vier Tagen in New York sollte unser Roadtrip nun so richtig beginnen. Um 10 Uhr morgens holten wir unseren Mietwagen in Manhattan ab. Aufgrund der eisigen Temperaturen konnte die Mietstation den Wagen nicht mit Wasser reinigen, dementsprechend war es außen noch tadellos gekennzeichnet vom Vormieter. Aber das Auto sollte noch so einiges mehr an Schnee zu sehen bekommen. Wir drehten einfach die Heizung bis auf Anschlag hoch, ich stöpselte mein Telefon an, startete die Spotify-Playlist “East Coast Hustlin” und ab ging unsere Fahrt.

Es war relativ unproblematisch aus Manhattan rauszufahren. Eine halbe Stunde später waren wir schon außerhalb der Stadtgrenzen. Dann über Mautstraßen und Highways durch Connecticut und Rhode Island. Es war ein herrlicher Montag. Blauer Himmel und überall schneebedeckte Wälder. Ein bisschen wie ich mir Kanada vorstelle. Das Außenthermometer sank und sank immer tiefer in die Minusgerade und wir spielten Hauptstädte raten – Amerika-Edition: Alle Bundesstaaten, durch die wir fahren würden und deren Hauptstädte. (New York: Albany, Connecticut: Hartford, Rhode Island: Providence, tbc.)

Vier Stunden Fahrt, einem beinahe im-Schnee-steckenbleiben und beinahe-von-einem-Bus-gerammt-werden später erreichten wir die kleine Halbinsel Cape Cod, die sich wie ein Angelhaken an Massachusetts’ Küste klemmt. Ziel wäre es eigentlich gewesen bis ganz an das östlichste Ende zu fahren, denn im Sommer sind die Strände dort so wunderschön und einsam. Allerdings war es Februar, minus 18 Grad und die Sonne begann schon gegen vier Uhr unterzugehen. Es wäre also nicht nur dunkel, sondern auch eiskalt und windig. Daher blieben wir einfach in Sandwich und genossen die letzten Sonnenstrahlen am hiesigen Strand. Das tiefdunkelblaue Meer und die vereisten Steine waren trotz der Kälte atemberaubend.

Wir hatten für die Nacht ein ganzes Airbnb-Haus für uns allein, denn die Besitzerin war gerade in Florida (good for her). Das Haus war riesig, englisch-amerikanischer Stil, WLAN, eine kuschlig-warme Heizung und ein voller Kühlschrank. Fünf Sterne, gerne wieder. Doch schon am nächsten Tag ging es weiter nach Boston. Warum eigentlich Boston? Ausgerechnet.

Tja, als wir die Reise planten, war uns leider nicht bewusst, WIE kalt es dort im Februar sein würde. Da ich auf jeden Fall mal nach Boston wollte und sich die Gelegenheit hiermit ergeben hatte, wurde es Bestandteil dieses Roadtrips. Aber nun wäre ich tatsächlich nach New York lieber gen Süden gefahren und hätte doch auf Boston verzichtet. Diese Kälte war so unerträglich. Aber die Nächte in Cape Cod und Boston waren schon vorgebucht und so hieß es für uns eben: Augen zu und durch!

Wir wollten relativ außerhalb von Boston parken und dann mit der Bahn in die Stadt fahren. Natürlich war die Bahnlinie aufgrund des Schneesturms gesperrt, also ließen wir uns auf das sich androhende Parkchaos ein. Nach einer Stunde erfolgloser Suche standen wir irgendwo auf einem Supermarktplatz, von wo wir eine halbe Stunde zu einer Bushaltestelle liefen. Mit dem Bus ging es dann nach Boston Downtown. Ich war jetzt schon völlig fertig, meine Füße durchnässt, meine Hände fast erfroren.

Aber nichtsdestotrotz wollten wir den Freedom-Trail ablaufen, einer designierten Route durch die Stadt, die alle wichtigen Sehenswürdigkeiten abdeckt. Normalerweise ist der Pfad durch eine rot-blaue Linie auf dem Boden sehr gut zu erkennen. Bei drei Metern Schnee war es teilweise nicht mehr so einfach dem Weg zu folgen. Ein bisschen amerikanische Geschichte also, Liberty Hall und Freedom irgendwas, dazwischen immer mal wieder aufwärmen im Coffee Shop.

Es war schon ziemlich grenzwertig, weil ich irgendwann meine Füße nicht mehr spürte und jeder Schritt meine Schuhe weiter durchnässte. Aber auch das haben wir überstanden und als wir am Abend in unserer warmen Unterkunft saßen, mit dem wahnsinnig tollen Ausblick auf die Skyline, war schon fast wieder alles vergessen. Ich glaube, ich muss irgendwann noch einmal nach Boston. Ich tue der Stadt Unrecht, weil ich sie einfach nicht ausgiebig genießen konnte.

(Massachusetts: Boston, tbc.)

6. April 2015 Cities, Urlaub, USA, USA 2015 Ein Kommentar

Der dritte Tag in New York begann mit einem Bagel-Frühstück in Soho. Und weil frozen yoghurt total out ist und man stattdessen lieber die ungefrorene Variante isst, hielten wir auch noch kurz im chobani an, wo es einfach nur griechischen Joghurt mit allerhand gesundem und ungesundem Zeug gibt. Und außerdem war es natürlich mega kalt und wir suchten etwas zum Aufwärmen.

Schließlich spazierten wir auch noch durch Little Italy und Chinatown, besuchten die New York Public Library und den Grand Central Terminal. Die selbst-geführte Audiotour in der Bibliothek ist empfehlenswert. Leider war der schönste aller Leseräume, der Rose Main Reading Room, wegen Renovierung nicht zugänglich, aber sehenswert sind die anderen Räume allemal.

Die Eingangshalle des großen Hauptbahnhof wünsche ich mir übrigens für Stuttgart. Das Licht, das durch die Fenster schimmert, die Symmetrie in den Bögen und diese wunderschöne Treppe machen jedes Foto perfekt.

New York ist und bleibt einfach eine geniale und aufregende Stadt. Es gibt so viel zu sehen und zu erleben, dass vier Tage fast lächerlich wenig sind. Aber ich werde auf jeden Fall wieder kommen. Vermutlich aber nicht mehr in einem Februar.

Nach vier Tagen mussten wir also leider Abschied nehmen, denn unser Roadtrip sollte jetzt erst richtig starten. Wir holten am frühen Morgen unseren Mietwagen aus Downtown Manhattan ab und machten uns auf den Weg nach Cape Cod.
Ja, genau, nach Norden, wo es noch kälter und eisiger war als hier.

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